Haikutter | Bellis
Geschichte der Bellis
Die lange „Reise" von Skagen nach Heiligenhafen
Der dänische Fischer Peter Rasmussen ließ 1924 bei der Werft Karstensen und Henriksen in Skagen (Dänemark) eine Fischerei-Galeass bauen. Er fischte mit dem Kutter namens „Vestkysten" auf der Doggerbank nach Kabeljau und Butt und verkaufte den Fang in England. 1935 kaufte Albert E. Berg den Kutter und nannte ihn "Bellis" (lat. und dänisch: Tausendschön bzw. Gänseblümchen). Der Fischer Poul Norsk fischte dann bis 1980 mit dem ständig modernisierten Kutter in Nordsee, Skagerak und Kattegatt.
Im November 1980 erwarb der Flensburger Rainer Prüss das Schiff und rettete es so vor dem Abwracken. In Zusammenarbeit mit der Michelsen-Werft in Sonderburg und großem persönlichen Einsatz wurde aus dem motorgetriebenen Fischereifahrzeug der als Galeass getakelte Haikutter, wie er dann bis 2002 im Flensburger Museumshafen zu bewundern war.
Seit dem Frühjahr 2003 liegt die Bellis in Heiligenhafen und wird hier von einer neuen Eignergemeinschaft betreut.